Ein gutes Gehör ist nicht nur für die sprachliche sondern auch für die gesamte geistige und intellektuelle Entwicklung des Kindes unerlässlich.
Das Gehör der Neugeborenen wird seit 1997 in vielen Krankenhäusern Österreichs, in NÖ sogar flächendeckend, am 2.- 3.Tag nach der Geburt durch die Messung der sogenannten „Otoakkustischen Emissionen“ überprüft. Hierbei macht man sich den Umstand zunutze, dass das gesunde Innenohr in der Lage ist, ankommende leise Töne aktiv zu verstärken bevor sie über den Hörnerven ins Gehirn geschickt werden. Hierbei entsteht allerdings auch ein „Echo“, dieses lässt sich mit einer kleinen Sonde, die völlig schmerzlos im Gehörgang plaziert wird, auffangen, verstärken, im Computer auswerten und durch den Nachweis dieser otoakkustischen Emissionen die normale Funktion des Innenohres nachweisen und damit eine angeborene Hörstörung ausschließen.
Aber auch die nach der Geburt durchgeführte Messung der OAE (Otoakustische Emissionen) mit positivem Resultat ist keine Garantie, dass ihr Kind auch später immer gut hört.
Sollte es später aufgrund der Beobachtung eines Kleinkindes Anlass zur Sorge über sein Hörvermögen geben, z.B. weil das Kind, das beim Spielen sich selbst überlassen ist, nicht auf leisen Zuruf reagiert, so ist eine HNO-ärztliche Untersuchung erforderlich.
Hierbei werden nicht nur Gehörgänge und Trommelfell mit dem Ohrmikroskop, sondern insbesondere auch die Nase und der Nasenrachen genauestens inspiziert. Die häufigste Ursache der Hörstörungen von Kleinkindern ist nämlich die ab dem 2. Lebensjahr der Kinder beginnende Vergrößerung der Rachendachmandel (im Volksmund „Polypen“ genannt). Diese führt nicht nur ab einem bestimmtem Ausmaß zu einer Behinderung der Nasenatmung mit weitreichenden Folgen, sondern durch die Blockierung der Ohrtrompete zur Ausbildung eines zähen Ergusses im Mittelohr mit einer entsprechenden Hörbeeinträchtigung.
Aber auch seltene Erkrankungen von Innenohr und Hörbahn ("Auditorische Neuropathie") können zu einer Schwerhörifkeit führen. Diese sind selten, müssen aber unbedingt frühzeitig erkannt werden, un mittels Versorgung mit Hörgeräten oder eines Chochlea-Implantates die normale Ausreifung der Hörbahn im Gehirn und eine normale Entwicklung des Kindes zu gewährleisten.
Auch lange bestehende Mittelohrprobleme können sich auf die Entwicklung des Kindes in sprachlicher und intellektueller Sicht negativ auswirken.
Durch die Messung der Otoakustischen Emissionen können wir das Gehör auch bei Kleinkindern, die noch keinen normalen Tonhörtest machen können, abklären.
Die Untersuchung ist für das Kind nicht belastend, dauert ca. 10 Minuten und koste 25 €