TINNITUS

 

 Immer wieder  kommen Patienten zu uns, die an einem Ohrgeräusch  leidenden und denen gesagt wurde,     "Damit werden sie leben müssen" oder "da kann man leider nichts machen".

Wir bieten für alle Tnnitus-Betroffenen ein abgestuftes Behandlungskonzept das entsprechend der Ausgangslage und in Abhängigkeit vom Leidensdruck der Betroffenen von einfachen verhaltenstherapeutischen Maßnahmen bis falls erforderlich zur kompletten Retrainigtherapie reicht.

Eine Schlüsselrolle nimmt dabei der Ausgleich einer bestehenden Schwerhörigkeit mit speziell gegen den Tinnitus eingesetzten Hörgeräten ein. Jeden Tag erleben bei uns Patienten, wie ein schon viele Jahre bestehendes Ohrgeräusch durch den gezielten Einsatz von Hörgeräten  binnen Sekunden zum Verschwinden gebracht werden kann oder zumindest erheblich leiser wird. Was zunächst nur eine Maskierung des Ohrgeräusches durch die Umgebungsgeräusche ist, führt bei vielen Patienten bei konsequentem Tragen  ihrer Hörgeräte zu einem echten Umlernprozess im Gehirn und dazu, dass der Tinnitus auch abends, nach dem Herausnehmen der Geräte nicht gleich wieder lauter wird.

Grundlegend für das Verständnis der Wirksamkeit  von Hörgeräten bei Tinnitus ist das historische Experiment von Heller und Bergman 1953. Sie führten ein Experiment durch, bei dem sie 80 normalhörende Personen für jeweils 5 Minuten in einem schalldichten Raum plazierten und sie baten, über das Gehörte zu berichten. 93 Prozent berichteten, Tinnitus gehört zu haben, obgleich keiner von ihnen vorher eine derartige Erfahrung hatte.

Das Hervortreten von Tinnitus ist in hohem Maße von Stille abhängig, weshalb er häufig erstmalig nachts in einem gut abgeschirmten Schlafzimmer oder in einem ruhigen Wohnzimmer gehört wird.

Heller und Bergmann zogen daraus die bestechende Schlussfolgerung, dass jeder Gesunde im Prinzip eine "unhörbaren Tinnitus" hat, der dadurch, dass wir uns nie in einem völlig schalltoten Raum aufhalten (auch im stillen Schlafzimmer hat es 30dB!) unhörbar bleibt.

Bereits ein geringes Ausmaß einer bestehenden Schwerhörigkeit bringt uns aber zumindest im jenem Frequenzbereich, der von der Hörminderung  betroffen ist, sehr rasch in eine "Schalltote Kammer" und unser bis jetzt unhörbarer Tinnitus wird plötzlich hörbar. Er gewinnt durch Beunruhigung, Aufmerksamkeitshinwendung und  negativer Assoziation im limbischen System (Gefühlszentrum) rasch ein Eigenleben und Dynamik  und ist dann auch bei Umgebungslärm präsent.

Der gezielte Einsatz von Hörgeräten wurde von uns ab dem Jahr 2000 in Zusammenarbeit mit dem Hörstudio  Maria Schobel entwickelt, erprobt und hat sich hundertfach bewährt. 

Der Art und Weise der Hörgeräteversorgung bei Tinnitus kommt eine Schlüsselrolle zu. Hier wurden und werden durch die Auswahl der falschen Hörgeräte immer noch Fehler gemacht.

Inder Zwischenzeit konnten wir beim österreichischen HNO-Kongress und bei zahlreichen Fortbildungsveranstaltungen für HNO-Ärzte, für  Hörgerätefirmen, für Hörgerätehersteller und den Verband der Hörakustiker (VHÖ) darüber berichten.

 

                                PRESSEBERICHTE:


BERICHT  in  "Die ganze Woche" vom Jänner 2011:

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Bericht in der NÖN vom 22.8. 2011:

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